Die Via Francigena von Pavia zum Passo della Cisa
Wandern Sie eine Woche lang durch die Poebene und die Apenninen auf dieser bedeutenden Pilgerstrecke. Die Via Francigena überquert den Po, führt durch Kulturlandschaften und erklimmt den historischen Passo della Cisa.
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- Start: Pavia
- Länge: 195 km
- Schwierigkeitsgrad: Wandern
- Anzahl der Etappen: 8
In diesem Abschnitt der Via Francigena von Pavia zum Passo della Cisa durchquert man die Po-Ebene von Westen nach Osten durch Ackerlandschaften und Flusslandschaften, bevor die Route nach Süden zu den Füßen des Apennin abbiegt, wo üppige Wälder und kühle Pfade wieder Einzug halten – insgesamt 195 km.
Die Etappen lassen sich je nach Fitnesslevel individuell gestalten: zwischen 7 Tagen für besser trainierte Wanderer und neun bis zehn Tagen für gemächlichere Trekker.
Von Pavia aus betritt man den am stärksten urbanisierten und von Menschenhand beeinflussten Abschnitt der gesamten Via Francigena. Bis Piacenza verläuft der Weg durch Nebenstraßen zwischen stillen Dörfern und intensiv bewirtschafteten Feldern, stellenweise am Po und Lambro entlang bis Corte Sant'Andrea.
Obwohl der größte Teil der Route auf Asphalt verläuft, wandert man noch immer in den Fußstapfen der alten Pilger – sichtbar an Spuren wie der Kirche San Giacomo in Cerreto und der Ortsname Ospitaletto, der auf die historische Herbergen für Wanderer hinweist.
Von Corte Sant'Andrea gibt es zwei Routenvarianten nach Piacenza: Die erste folgt dem gesamten Deich des Po und erreicht die Stadt von Norden über eine Brücke, die zweite, landschaftlich reizvollere Route, überquert den Po mit einem Fährboot, um bei Soprarivo anzukommen und von Westen in die Stadt einzuziehen – allerdings mit verkehrreichem Schlussteil.
Piacenza stellt wie alle Großstädte den Pilger auf die Probe, lohnt sich aber für einen Besuch wegen der Geschichte in seinen altehrwürdigen Kirchen.
Nach der Stadt geht es weiter auf Feldwegen durch intensiv genutzte Landschaften über die befahrene Via Emilia bis nach Fiorenzuola und Fidenza. Diese Stadt hat eine historische Bedeutung: schon in der Antike war sie der Knotenpunkt, wo sich die verschiedenen Wege trafen, die von Osten und Westen nach Italien führten und sich Richtung Rom oder Süditalien wendeten.
Ab Fidenza steigt der Weg wieder an. Zunächst sanft, dann am Fluss Taro entlang, den man auf der Brücke in Fornovo überquert. Danach beginnt der lange Aufstieg zum Apennin-Übergang und zum Passo della Cisa.
Dieser zweite Teil lässt sich in zwei bis drei Etappen aufteilen, sodass jeder die Steigung nach seinen Kräften bewältigen kann. Im Laufe der Jahre haben sich die Orte entlang der Passstraße auf Pilger eingestellt und ermöglichen so eine ganz persönliche Streckeneinteilung.
Willst du vom Passo della Cisa starten? Lese den Artikel über die Via Francigena vom Passo della Cisa nach Lucca.
Hast du einen Teil verpasst? Lese den Artikel über die Via Francigena von Ivrea nach Pavia.
Schwierigkeitsgrad der Route
Wie bei der Via Francigena von Ivrea nach Pavia ist der erste Abschnitt problemlos zu bewältigen.
Körperlich gibt es keine Höhenunterschiede zu überwinden – man wandert durch die flache Po-Ebene.
Das einzige Manko ist der beachtliche Anteil an Asphaltstraßen, die gegen Tagesende zu Fußbeschwerden führen können. Der zweite Teil ab Fidenza wird mit zunehmenden Höhenmetern bis zum Passo Cisa anspruchsvoller.
Bis Fornovo gibt es sanfte Hügel zu bewältigen. Ab Fornovo beginnt der Aufstieg des Apennin zum Passo Cisa – drei Tage lang auf einer sanften, dann zunehmend anspruchsvolleren Steigung. Hier ist es ratsam, die Kräfte einzuteilen und die Etappen nach persönlichen Fähigkeiten und körperlichen Grenzen zu wählen.
Die wachsende Zahl von Herbergen ermöglicht es, diesen Abschnitt optimal zu bewältigen.
Übernachtungen
Ab Pavia nimmt die Anzahl der von Pfarreien oder kleineren Gemeinden verwalteten Herbergen zu. Viele von ihnen sind bereits seit über 20 Jahren in Betrieb und haben ihre Unterkunftskapazität bewährt.
Das Angebot besteht aus Betten in Mehrbettzimmern und gemeinsamen Sanitäreinrichtungen zu kleinen Preisen, oft als Spendenbasis.
In großen Städten wie Piacenza, Fiorenzuola und Fidenza gibt es auch klassischere Unterkünfte wie Hotels und B&Bs mit Einzelzimmern und eigenem Bad zu entsprechend höheren Preisen.
Kurz gesagt: Passende Übernachtungen für jeden Geldbeutel zu finden wird immer leichter.
Kulinarische Highlights
Es muss nicht betont werden, dass es auf diesem Abschnitt der Via Francigena zwischen Pavia und dem Passo della Cisa kein Problem mit der Verfügbarkeit von Lebensmitteln und Wasser gibt. In allen kleinen Orten und großen Städten gibt es reichlich Bars, Bäckereien, Supermärkte und Restaurants aller Art.
In dieser Region empfiehlt sich, die typischen Wurstspezialitäten wie Salame Piacentino, Prosciutto Crudo aus der Parmesanregion und, je näher man dem Pass kommt, den berühmten Parmigiano Reggiano aus Milch von Kühen zu probieren, die mit Heu aus den Weiden des Val di Taro gefüttert werden.
In Berceto, dem Dorf kurz vor dem Pass, sind Steinpilze eine weitere hochgeschätzte Spezialität – von besonders hoher Qualität, da das Tal jenseits des Passes zum Meer hin abfällt und von einer besonderen Luftströmung profitiert, die den Pilzen einen einzigartigen Geschmack verleiht.
In der Emilia-Region hat die Pasta (Tortellini, Tagliatelle, Lasagne etc.) unvergleichliche Qualität, besonders wenn sie hausgemacht ist.
Die Etappen der Via Francigena von Pavia zum Passo della Cisa
Pavia —> Santa Cristina e Bissone 28 km
Santa Cristina e Bissone —> Orio Litta / Corte Sant'Andrea 17 km
Orio Litta / Corte Sant'Andrea —> Piacenza 22,1 km – Variante linkes Po-Ufer 25 km
Man verlässt Pavia auf einer sanften Route über Nebenstraßen, dabei nähert man sich mehrmals dem Fluss Ticino und dann dem Po. Man durchquert kleine Ortsschaften
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