Portugiesischer Weg von Tui – Etappe 5 – Travel Blog
18km von Caldas de Rei nach Padrón auf dem Portugiesischen Weg von Tui – eine grüne Etappe voller Stille und unberührter Natur.
A Piedi Per Il Mondo

Wir beginnen unseren vorletzten Wandertag auf dem Portugiesischen Weg ab Tui mit Regen. Bei nur 18km Tagesetappe werden wir voraussichtlich zur Mittagszeit ankommen – für uns Genießer eine perfekte Kombination.
Wir verlassen Caldas de Rei und biegen sofort auf einen Feldweg ein. Rund um uns nur Landschaft und Bachläufe. Der Wald verschluckt uns im Handumdrehen und schenkt vielen von uns Zeit zum Nachdenken, Besinnen und Träumen.
Die Stille erweist sich als guter Wegbegleiter, gewürzt nur mit dem Zwitschern der Vögel und dem Rauschen der aufgewühlten Bäche, die sich täglich durch neue Regenfälle und Unwetter erneuern.
Die Etappe hat ein sehr einfaches Höhenprofil: Im ersten Teil geht es bergauf (maximale Höhe 165m), im zweiten Teil bergab, wobei eine bewohnte Siedlung erst am Ende erreicht wird. Einige Bars entlang der Strecke ermöglichen eine Pause, doch wir, entschlossen „früh" anzukommen, halten erst bei den letzten 4km zum Essen an.
So erreichen wir das Dorf Pontecesumes, das fast vollständig von einer riesigen Papierfabrik an der Seite des Flusses Ulla dominiert wird – ein wahrer industrieller Koloss. Zur großen Enttäuschung vieler teilen wir mit, dass Padrón noch ein paar Kilometer entfernt ist, die wir fast vollständig flussaufwärts gehen. Dort oben ragt die Kathedrale auf – eine majestätische Konstruktion, die unweigerlich unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Silvia und Sabrina, die eine Stunde früher ankommen, erwarten uns in der Bar zum Mittagessen.
Wir entspannen uns dann etwas auf dem Bett, nehmen eine Dusche (einige haben kuriose weise kein warmes Wasser), machen einen Spaziergang durchs Dorf und besuchen die Kathedrale. Die Kirche, die unsere Aufmerksamkeit am meisten fesselt, ist die dem Apostel Santiago gewidmete: Im Inneren können verschiedene Darstellungen Santiagos bewundert werden, und unter dem Altar liegt der Stein, um den der Legende nach das Schiff anlegte, das, den Fluss hinauffahrend, die Überreste des Apostels transportierte.
Zum Abendessen gehen wir in ein schönes Restaurant, das Maurizio und Lidia am Nachmittag entdeckt haben. Ein gutes Glas Rioja erfreut den Abend, den wir erneut angenehm mit Gesprächen und Gelächter verbringen. Morgen erreichen wir Santiago und schon spüren alle die Aufregung über diesen Erfolg.
Und da heben sich die Gläser. Ein Hoch auf den Jakobsweg!
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