Tag Eins: Porto nach Tui – Der Weg wird geteilt
Unser erster Wandertag von Porto nach Tui beschenkt uns mit einem besonderen Moment: Jemand entschließt sich, uns auf diesem Weg zu begleiten. Erleben Sie, wie diese gemeinsame Pilgerreise beginnt.
A Piedi Per Il Mondo

Moyra, Lidia, Lucia, Sabrina, Silvia, Claudia, Barbara und Maurizio – das ist die Gruppe junger Wanderer, die sich in den nächsten 6 Tagen auf den Camino Portugués ab Tui begeben wird, den Rucksack geschultert. Normale Menschen, einige zum ersten Mal auf dem Weg nach Santiago, andere mit bereits einigen Kilometern in den Beinen.
Wir treffen uns direkt am Flughafen um 6 Uhr morgens, Flug Mailand Bergamo – Porto. Das Flugzeug ist überfüllt und verspätet. So kommen wir gegen 9 Uhr (Ortszeit) in Porto an und gegen 10 Uhr in der Innenstadt an.
Leider bekommen wir nicht viel zu sehen: Wir fahren über die Brücke Dom Luís I, besuchen die Kathedrale Sé, den Bahnhof São Bento, den Platz des Rathauses, ohne aber Zeit zu haben, ins Ribeira-Viertel zu gehen oder die schönste Buchhandlung der Welt zu besuchen.
Also nur ein kleiner Vorgeschmack, der sicher vielen die Lust geweckt hat, zurückzukehren und Porto in aller Ruhe zu erkunden.
Wir essen schnell in einer Bar hinter dem Bahnhof Trindade, nehmen ein Taxi zur Station Campanhã und steigen in den Zug nach Valença do Minho. Auch wenn man sich eher auf einem Traktor als in einem Regionalzug zu befinden scheint, lässt uns die Schönheit der grünen portugiesischen Hügel in der Region Rias Baixas das ohrenbetäubende Motorengeräusch vergessen und wir genießen die Landschaft jenseits des Fensters in vollen Zügen.
Zwei Stunden später sind wir in Valença do Minho. Wir erklimmen die Stadtmauern und spazieren durch die engen Gässchen. Ein unglaublicher Blick auf den Fluss Minho und auf Tui mit seiner Kathedrale-Festung lässt uns erneut „Seeeelfie" rufen und wir posieren alle vor einem schwachen Lichtstrahl.
Das Wetter von morgen ist ungewiss, auch wenn es sehr wahrscheinlich regnen wird. Ich bin mir aber sicher, dass diese Gruppe wirklich die richtige Einstellung und Unbeschwertheit hat, um mit einem Lächeln im Gesicht zu sagen: „Lass es regnen, was soll's! Hauptsache, wir gehen weiter".
Wie auch immer es wird – es wird ein Erfolg
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