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Slow Way Festival: Italiens Wanderwege und Pilgerrouten

Das erste italienische Slow Way Festival fand vom 16. bis 19. Juni 2019 in Assisi statt und brachte Wanderer und Pilger zusammen, um Italiens wachsendes Netzwerk von Slow-Travel-Routen und spirituellen Pilgerwegen zu feiern.

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22. Juni 20193 Min.669 WörterAktualisiert am 27. Mai 2026
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Slow Way Festival: Italiens Wanderwege und Pilgerrouten
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Das Slow Way Festival für ein Italien der Wanderrouten

Das erste italienische Slow Way Festival fand vom 16. bis 19. Juni 2019 in Assisi statt und wurde von Nicola Ucci, Direktor der Internationalen Religiösen Tourismusbörse, organisiert.

Die Arbeiten fanden vor der herrlichen Kulisse des Palazzo di Montefrumentario statt, einem der unzähligen Schätze dieser weltweit einzigartigen Stadt. Es gab zahlreiche Diskussionen und Podiumsdiskussionen, an denen hochrangige Persönlichkeiten teilnahmen. Auch die Präsenz von Behörden auf kommunaler, provinzialer und regionaler Ebene war stark und symbolisierte die gemeinsame Ausrichtung und das gemeinsame Interesse am Thema Wanderrouten und die nachhaltige, langsame Entwicklung Umbriens.

Eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Europas Wanderrouten. Vergleich der besten Erfahrungen" eröffnete die viertägige Konferenz und brachte wichtige Persönlichkeiten aus der Welt des Wanderns und des Fußwanderns in Europa zusammen:

Der Erfahrungsaustausch zwischen diesen verschiedenen Initiativen ermöglicht es uns allen, neue Perspektiven zu gewinnen und bessere, wirksamere „Tourismusprodukte" zu entwickeln. Die Zahlen und ihre Analyse zeigen stets die genaue Dimension und Perspektive der Realität, die manchmal schwer zu erfassen ist, vielleicht weil wir zu sehr darin verstrickt und isoliert sind.

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Wenn es um Wanderrouten geht, stellt sich heraus, dass der Jakobsweg allein im Jahr 2018 327.000 Pilger verzeichnete, während die Via Francigena nur etwa 30.000 hatte. Was sich abzeichnet, ist jedoch die Qualität der Daten: Während beim Jakobsweg die Zahlen zuverlässig sind (jede Person, die die Oficina del Peregrino in Santiago de Compostela aufsucht, um die Compostela zu erhalten, füllt ein Formular mit persönlichen Daten und Pilgerdaten aus), werden die Zahlen der Via Francigena von Tedeschi selbst als „Schätzungen" definiert. Ein valides Messinstrument ist der erste Schritt zum Verständnis eines Phänomens und zur Umsetzung eines gültigen Projekts. Wenn man nicht weiß, wer deinen „Service" nutzt, kannst du seine Bedürfnisse nicht verstehen und echte Verbesserungen nicht vorantreiben. Daher glaube ich, dass der erste Schritt nun darin bestehen sollte, ein valides Messinstrument auch für die Via Francigena zu entwickeln.

Besonders hervorzuheben ist die Erfahrung von Robert Azais mit seinem Französischen Verband für Wanderungen – ein großes Vorbild für sanften und aktiven Tourismus für alle, die gerne wandern und in diesem Bereich arbeiten. Wir waren persönlich beeindruckt und begeistert von seiner Präsenz, sowohl weil die GR-Wege eine riesige Realität in Europa sind, als auch weil sie ein System vertreten, das funktioniert und gesundes, nachhaltiges Wachstum in kleinen und großen Gebieten schafft.

In seinem Vortrag präsentierte er einige beeindruckende Zahlen:

  • 180.000 km Wanderwege;
  • 230 aktualisierte Wanderführer;
  • 16 bis 18 Millionen Wanderer, die einen Routenabschnitt gehen;
  • 14 Millionen gelegentliche Wanderer;
  • 34% der Wanderer sind Franzosen im Alter von 15 bis 70 Jahren;
  • 50 € durchschnittliche Tagesausgaben pro Wanderer.

Diese Daten zeigen sowohl die große Aufmerksamkeit, die der französische Verband der Messung des Phänomens widmet, als auch das enorme Entwicklungspotenzial, das auch Umbrien und Italien durch Investitionen in diesem Sektor haben könnten.

Zahlen sind wichtig, aber genauso zentral sind die Ideen und die Vision, auf denen unsere Vorstellung für die Zukunft aufgebaut und entwickelt werden muss. Denn es geht nicht nur darum zu wissen, wie weit wir in unserem Aufstieg gekommen sind – es ist noch wichtiger, uns bewusst zu machen, wohin wir gehen wollen und welche Schritte wir unternehmen müssen, um die Welt zu schaffen, die wir uns wünschen. Diese Bewusstheit haben wir im Engagement und in der Leidenschaft der Redner gefunden, die Idee Europas in ihre Diskurse einzubeziehen. Wir befinden uns in einem historischen Moment, in dem wir über Europa nicht mehr nur in wirtschaftlichen und administrativen Begriffen sprechen müssen, sondern vor allem als Behälter gemeinsamer Werte, als kultureller Grundlage, zu der wir uns alle bekennen


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