Schnee auf dem Jakobsweg
Überraschende Schneestürme und heftige Windböen treffen Pilger auf dem Camino de Santiago. Spanien erlebt derzeit harsche Winterbedingungen, die die Entschlossenheit der Wanderer auf einer der berühmtesten Pilgerwege Europas auf die Probe stellen.
A Piedi Per Il Mondo

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Schneegestöber und Windböen überraschen Pilger auf dem Weg nach Santiago
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Spanien und mit ihm die Pilger, die das Land durchqueren, erleben derzeit intensive Herausforderungen durch extremes Wetter. Galicien ist mit großem Abstand die am stärksten betroffene Region, mit massiven Schneefällen, heftigen Windböen und an der Küste Wellen, die über sechs Meter hoch sind.
Pilger, die am Sonntag das kleine Dorf Foncebadón erreichten, wurden von einem heftigen Schneegestöber überrascht, das ihnen den Weiterkommen verwehrte und die Überquerung des Passes unmöglich machte, der ohnehin für Fahrzeuge gesperrt war – zu gefährlich die Bedingungen. An diesem abgelegenen Ort empfing sie eine Herberge für Pilger, ein warmer Zufluchtsort, der seit jeher auch im Winter Pilger schützt.
Das Eiserne Kreuz (La Cruz de Hierro) und die umgebende Landschaft, bedeckt von einer dicken Schneeschicht, boten jedoch ein spektakuläres, ungewöhnliches und äußerst stimmungsvolles Schauspiel für jene, die den Weg bisher nur im Sommer gegangen sind. Weniger Schnee lag auf O'Cebreiro, das aber dennoch die Dächer seiner charakteristischen pallotas weiß gepudert hatte.
Auch wer in diesen Tagen von Saint Jean Pied de Port aufgebrochen war, traf auf Schnee. Obwohl die Pilger die Via del Fondovalle gehen mussten statt der Ruta Alta, die vom 1. November bis 31. März geschlossen ist, weil sie bei Schlechtwetter zu gefährlich ist, überraschte sie dennoch leichter Schneefall in der Nähe des Alto de Ibañeta bis Roncisvalle. Dasselbe Schicksal traf das gesamte Navarra, die benachbarte Rioja und Asturien. 
Gerade in Asturien gab es die größten Schwierigkeiten für Pilger auf dem Camino Primitivo. Tagelang fiel ununterbrochen Regen und verwandelte die Pfade in Pfützen aus Wasser und Schlamm – unmöglich zu durchqueren ohne große Anstrengung und nasse Stiefel. Am Wochenende machte reichlich Schnee den Weg immer schwieriger und zwang einige Pilger, einen weiteren Tag innezuhalten, um unnötige Gefahren zu vermeiden.
Auch der Cammino de San Salvador, der die Kantabrische Kordillere durchquert, und der Camino de Lebaniego mitten in den Picos de Europa waren von Schnee bedeckt.
Für heute und morgen sagen die Vorhersagen Sonne und Aufklarung an, aber das sinkende Temperaturniveau bereitet Sorge – die Schneedecke könnte vereisen und die Kilometer bis Santiago noch beschwerlicher und gefährlicher machen. Es wird eine harte Prüfung für die bereits erschöpften Pilger nach so vielen Tagen Schlechtwetter sein, eine Herausforderung, die sie mit Kraft und Ausdauer sicherlich meistern werden.
FOTO WEB www.facebook.com/FoncebadónLeón
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